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Die Tempel in Abu Simbel
Kategorie: Sehenswürdigkeiten |
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Hinzugefügt: Lukas |
Beschreibung:
Der Große Tempel des Ramses II. (1279 v. Chr.–1213 v. Chr.) wurde vollständig in das Felsmassiv eingeschnitten, wobei die Bergflanke als Pylon (Toranlagen) dient. Die vier 22 Meter hohen, gewaltigen Kolossalstatuen stellen den König dar. Die beiden nördlichen tragen die Aufschrift: Ramses, der Geliebte des Amun und Ramses, der Geliebte des Atum, die südlichen Statuen Ramses, Sonne der Herrscher und Ramses, Herrscher der beiden Länder. Der Sonnengott Re tritt frontal aus der Fassade heraus, versehen mit den Attributen Sonnenscheibe (Re), wsr-Zeichen in der Rechten und Maat-Figur in der Linken, bildet er den Thronnamen des Ramses: User-Maat-Re. Hierdurch wird der König zu einer Inkarnation des Re, zur Großen Seele des Re-Harachte.
Der obere Fassadenabschluss wird von einem Fries aus Sonnenaffen gebildet. Dieser Fries machte im Jahr 1813 den Basler Orientforscher Jean Louis Burckhardt (alias Scheich Ibrahim) auf den sonst völlig versandeten Tempeleingang aufmerksam. Giovanni Belzoni grub dann 1817 den Tempel frei.
60 Meter in den Fels führt die Tempelanlage, zunächst in die große dreischiffige Halle mit zweimal vier Statuenpfeilern des Königs. Vier dieser Pfeiler zeigen Ramses mit der oberägyptischen, die anderen vier mit der unterägyptischen Krone. Die Pfeilerfiguren kann man aufgrund ihrer äußeren Gestalt wohl eher nicht als Osirispfeiler bezeichnen, ihre Beschriftung spricht dagegen. Es handelt sich um königliche Statuen, die den Pharao in einer sehr komplexen Beziehung zu den drei Gottheiten Amun, Atum und Re-Harachte darstellen (nach Gundlach). Die Reliefs der Halle verherrlichen die kriegerischen Taten des Königs als Sieger über Syrer, Libyer und Nubier, vor allem aber die Schlacht von Kadesch.
Im hinteren Bereich der Großen Halle zweigen insgesamt sechs Seitenkammern ab, die wohl der Aufbewahrung von Vorräten dienten.
Auf der Tempelachse erreicht man dann die kleinere Vier-Pfeiler-Halle mit Opferszenen, eine Querhalle mit zwei Nebenräumen und das Sanktuar. In diesem sind Statuen der Götter Ptah, Amun und des Horus von Mehu sowie des vergöttlichten Ramses aufgestellt.
Der Tempel war so konstruiert, dass am 21. Oktober und am 21. Februar die Sonne durch den Tempeleingang direkt auf die Statuen schien; nach dem Umbau geschieht dies nun allerdings am 22. Oktober und 22. Februar.
Durch ein Erdbeben wurde der Tempel noch zu Lebzeiten des Königs beschädigt, wie zusätzlich eingefügte Stützmauern beweisen. Vielleicht ist auch damals schon eine der Kolossalstatuen abgestürzt.
Der Kleine Tempel von Abu Simbel wurde der vergöttlichten Großen Gemahlin des Ramses, Nefertari und der Hathor von Ibschek geweiht. Auch er ist in den Fels eingetieft. Die aus der Felswand geschlagenen Figuren zeigen je zweimal Nefertari, Hathor und Ramses, ca. zehn Meter hoch und in gleicher Größe, eine besondere Auszeichnung für Nefertari, da die Ehefrauen der Könige meist kleiner dargestellt wurden.
Der Tempel führt 21 Meter tief in den gewachsenen Felsen. Hinter dem Eingang befindet sich eine Sechs-Pfeiler-Halle, eine Querhalle mit zwei Nebenräumen und das Sanktuar. Die Reliefs zeigen Krönungsszenen und den Schutz der Königin durch Göttinnen der Liebe und der Fruchtbarkeit.
Quelle: wikipedia.org
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